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Als gestern von einem aufmerksamen hoaxbusters.de-Leser ein Hinweis auf eine Ketten- E-Mail eintraf, die eine Unterschriftenaktion gegen vollkommen perverse Tierquäler zum Gegenstand hatte, mochten wir kaum glauben, was wir da zu sehen bekamen: tatsächlich, eine Warnung vor bonsaikitten.com, der übelsten Katzenquälerei seit Tom und Jerry.
Wir können uns nur noch nicht so ganz entscheiden, worüber wir mehr staunen sollen: darüber, dass es Bonsaikitten.com immernoch gibt, oder darüber, dass immernoch nicht jeder begriffen hat, was es damit auf sich hat.   
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Bereits seit Anfang 2004 kursiert ein Kettenbrief, der dazu aufruft, an einer so genannten "E-Petition" teilzunehmen. Neben dem Aufruf zur Weiterleitung der Mail findet sich darin eine URL, unter der die "Unterschrift" abgegeben werden soll - Angeblich bestehe nach einer "neuen EU-Richtlinie" eine Pflicht, Petitionen dann zu beachten, wenn diese mehr als 1.000.000 Unterschriften erzielen.
Zumindest die letzte Behauptung ist eindeutig eine Falschmeldung, also ein "Hoax". Unklar ist zudem, was mit den gesammelten Daten geschieht.   
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In regelmäßigen Abständen erreichen die meisten auf verschiedenen Wegen - in der Fußgängerzone, per E-Mail, über Webseiten - Aufrufe zur Teilnahme an "Petitionen" für Dieses oder Jenes. Mal geht es gegen Tierversuche oder Atomkraft, mal für die Freilassung von irgendjemandem oder, wie aktuell in dem "E-Petition"-Hoax gegen Studiengebühren.
Doch die wenigsten scheinen zu wissen, was eine Petition eigentlich ausmacht. Und was sie nicht kann, nämlich: direkten Einfluss nehmen.   
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